Wie das Gehirn steuert, ob wir Lust auf Salziges haben

Wie das Gehirn steuert, ob wir Lust auf Salziges haben

Die richtige Menge Natrium ist für den Körper so wichtig, dass Teile des Gehirns hart an einer angemessenen Salzzufuhr arbeiten. Das kann ein plötzliches Verlangen nach Kartoffelchips oder auch absolut keinen Appetit auf Salziges bedeuten. Und nicht nur das: Das Gehirn reguliert auch, ob Salziges als eklig oder als lecker empfunden wird.

Salz ist lebenswichtig und für das reibungslose Funktionieren von Muskeln, Nerven und vielen anderen Prozessen des Körpers essenziell. Deshalb hält der Körper den Natriumgehalt in engen Grenzen. Daran wirkt auch das Gehirn mit, indem es den Appetit auf Salz kontrolliert: Bestimmte „Salzappetit-Neuronen“, die das Verlangen nach salziger Nahrung steigern, sind schon länger bekannt. Jetzt wurde zudem ein Schaltkreis im Gehirn von Mäusen entdeckt, der dafür zuständig ist, dass ein normalerweise als eklig empfundener Salzgehalt bei Natriummangel toleriert wird.

„Niedrige Natriumkonzentrationen sind schmackhaft, während höhere Konzentrationen – zum Beispiel Meerwasser – ekelhaft schmecken. Aber wenn Sie wirklich Salz brauchen, macht Ihnen der schlechte Geschmack nichts aus. Die Schmackhaftigkeit von Salz hängt von der Konzentration und dem Natriumbedarf des Körpers ab“, erklärte Prof. Yuki Oka vom California Institute of Technology in Pasadena.

Quelle: DOI 10.1016/j.cell.2023.10.020

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