Sprossen sind Nährstoffbomben

Sprossen sind Nährstoffbomben

„Fünf bis sieben Tage alte Samensprossen enthalten oft mehr Nährstoffe als die reifen Pflanzen“, sagt Ho, die jahrelang die gesundheitlichen Vorteile von Brokkolisprossen erforscht hat. Alle Pflanzen stammen aus Samen, die bei Feuchtigkeit und Wärme zu keimen beginnen. Sprossen, z. B. der Mung- oder Sojabohne, werden verzehrt, bevor sich ihre Blätter entwickeln. „Microgreens“ sind dagegen kleine Pflänzchen von Rucola, Rettich, Basilikum und anderen Pflanzensamen, die etwas später mit einem kleinen Blattpaar geerntet werden. Die Expertin nennt folgende Vorteile von Sprossen:

  • Sprossen verbessern die Verdauung von Kohlenhydraten und Proteinen: Während der Keimung werden Enzyme freigesetzt, die Stärke „vorverdauen“, was Blähungen reduzieren kann.
  • Durch diese Umwandlung der Kohlenhydrate und Proteine können auch die Nährstoffe aus frisch gekeimten Pflanzen besser aufgenommen werden.
  • Gekeimte Samen und Gemüse enthalten häufig mehr Vitamin C, B-Vitamine und Antioxidantien: „50 Tassen Brokkoli und eine Tasse Brokkolisprossen haben für die Ernährung einen ähnlichen Nutzen“, erläutert Ho.
  • Brokkoli, Blumenkohl und andere Kohlsorten enthalten nützliche Stoffe, die jedoch bitter schmecken können. Bei gekeimtem Gemüse ist das nicht so, es hat eher einen leicht süßen Geschmack, was dazu beitragen kann, dass auch „Gemüsemuffel“ es akzeptieren.

Der einzige Nachteil beim Verzehr von rohen Sprossen ist, dass sich in der warmen und feuchten Wachstumsumgebung auch Bakterien vermehren können. Deshalb sollte man hochwertiges Saatgut verwenden und es vor Gebrauch gut waschen. Es ist auch möglich, es vor dem Keimen mit Essig zu desinfizieren. Kleine Kinder, ältere Erwachsene, Schwangere und Personen mit einem geschwächten Immunsystem sollten keine rohen oder nur kurz erhitzten Sprossen essen. Bei gekauften Produkten sollte man das Haltbarkeitsdatum beachten und sie bis zum Verzehr kühlen.

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