Petra Kleinert: „Ich koche schon immer sehr gerne“

Petra Kleinert: „Ich koche schon immer sehr gerne“

In der Serie „Mord mit Aussicht“ sind Sie eine leidenschaftliche Köchin. Stehen Sie auch privat gerne am Herd?

Ich koche schon immer sehr gern, allerdings nicht jeden Tag. Das kommt immer auf meine Lust dazu an oder wie lang der Arbeitstag war. Ich koche sehr unterschiedlich, mein Mann und ich legen Wert auf gesunde biologische Zutaten, aber wir cheaten auch. Sonst macht das Leben keinen Spaß.

Welche Rolle spielt eine gesunde Ernährung für Sie?

Kleinert: Damit beziehe ich mich gleich auf die erste Frage. Eine große Rolle. Wir versuchen, oft pflanzenbasiert zu essen, aber es gelingt uns nicht immer. Mit diesem realistischen Wissen haben wir eine ganz gute Mischung hinbekommen.

Sie sagten einmal, „Ihre Kurven brachten erst Ihren Erfolg“ …

An den Ausspruch kann ich mich so nicht erinnern, ich denke, die Aussage war eher: Da im deutschen Fernsehen schlank eher der Durchschnitt ist und so jemand wie ich die Ausnahme, musste ich früh komische Rollen oder eher andere Rollen als die klassische Liebhaberin spielen. Das war eine harte Zeit, aber ich habe dadurch viel gelernt. Und inzwischen bekomme ich sehr interessante Rollen angeboten. Es gibt ja auch endlich Initiativen, die Vielfalt der Menschen auch im Fernsehen oder Kino besser abzubilden. Ich freue mich für meine jüngeren Kollegen, die diesen Kampf jetzt mit mehr Unterstützung kämpfen können. Außerdem werde ich immer wieder angesprochen, dass es sehr erfrischend ist, Menschen mit realistischeren Figuren im Fernsehen zu sehen.

Ich habe gehört, dass Sie Ihren Kater auf Reisen immer mitnehmen. Hat er Sie auch zu den Dreharbeiten von »Mord mit Aussicht« begleitet?

Kleinert: Ja, das hat er. Tom ist inzwischen 19 Jahre alt, stocktaub und hat Arthrose im Rücken. Wir wollen ihn nicht mehr allein lassen und nehmen ihn überall hin mit. Mag schrullig klingen, aber wir haben eh ein anderes Leben, weil mein Mann und ich uns nicht separieren. Das war unser Wunsch bei der Hochzeit vor 5 Jahren. Das Leben ist einfach zu kurz, um es sich nicht so einzurichten, wie man es mag. Und Tom hat mir 19 Jahre viel Freude bereitet und er hat auch eine gute Pension verdient.

Sie sind fast die Einzige, die von der ursprünglichen Besetzung übriggeblieben ist. Wie war es, die alte Rolle mit neuen Kollegen zu spielen?

Alles hat seine Zeit, und ich breche gern zu neuen Ufern auf. Wir haben eine tolle neue Besetzung und sehr gute Bücher. Es war mir ein Fest zu sehen, wie alt und neu auf wunderbare Weise zusammenwuchs.

In Ihrer Rolle als Heike Schäffer gelten Sie als heimliche Herrscherin des Eifelortes Hengasch und mischen sich in alles ein. Trifft das auch auf Sie zu?

Eher nicht. Ich weiß zwar gern um die Dinge, aber ich bin eher der einsame Wolf. Ich begebe mich oft in die Zuschauerrolle und greife nur ein, wenn es mir nötig erscheint.

Vielen Dank für das Gespräch!

Die Fragen stellte Peter Erik Felzer.

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