Antiviren-Hersteller F-Secure spaltet sich auf

Antiviren-Hersteller F-Secure spaltet sich auf

Das Unternehmen F-Secure möchte sich in zwei Einheiten aufteilen: Der bekannte Name F-Secure bleibt für den Konsumenten-Bereich und die neue Marke WithSecure löst die Sparte F-Secure Business für Geschäftskunden ab. Ziel des Unternehmens-Splits sei, sich besser an den unterschiedlichen Zielgruppen orientieren zu können. Während die bekannten Produkte weiterhin unter der Marke F-Secure für Kunden verfügbar bleiben, soll WithSecure auch neue Produkte anbieten.

Laut aktueller Meldung von WithSecure besteht die Produktpalette aus Cloud-nativem und intelligentem Endpoint-Schutz, Cloud-Content-Schutz für Salesforce, die Dienstleistung Managed Detection and Response (verwalteter Schutz und Reaktion) sowie Consulting-Dienstleistungen für Cyber-Sicherheit.

Natürlich sind mit der Unternehmensaufteilung Erwartungen verknüpft. Während der F-Secure-Umsatz „organisch“ im einstelligen Prozentbereich wachsen soll, plant das Unternehmen ein Wachstum von 42 Prozent beim EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Für WithSecure gibt es dickere Bretter zu bohren. Hier erwartet die Unternehmensführung eine Umsatzverdoppelung bis Ende 2025 sowie das Erreichen der EBITDA-Gewinnschwelle 2023; 2025 soll es gar 20 Prozent betragen.

Laut F-Secure Insider-Information aus dem Februar hatte die Konsumentensparte 2021 einen Umsatz von 106,3 Millionen Euro, während der Business-Zweig 130,0 Millionen Euro bilanzieren konnte. Zum Vergleich: NortonLifeLock hatte im Jahr 2020 2,49 Milliarden US-Dollar Umsatz, McAfee im Jahr 2019 2,88 Milliarden US-Dollar. Europäische Firmen kommen da nicht ganz mit – G Data hatte etwa 2020 einen Umsatz von 41 Millionen Euro verbucht, Eset hingegen im Jahr 2019 sogar 504 Millionen Euro.


(dmk)

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